Die sogenannte Ess-Brech-Sucht ist weiter verbreitet, als die meisten Menschen vermuten. Eine Bulimie Behandlung lassen die Betroffenen häufig erst zu, wenn es fast zu spät ist.
In unserer Gesellschaft werden Schlankheit und Jugend mit Erfolg gleichgesetzt. Die Medien suggerieren, dass die Voraussetzung für den beruflichen Aufstieg nicht unbedingt die Leistung ist, sondern allein mit der entsprechenden Optik der Karriereweg geebnet wird. Da werden Models mit krankhaftem Untergewicht auf den Laufstegen präsentiert, die erfolgreiche Unternehmerin in der Reklame ist jung, schlank und sieht bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit perfekt aus.
Dass das mit der Realität wenig zu tun hat, ist geraden jungen Menschen nur schwer zu vermitteln. Wer sich in der Gesellschaft umsieht, stellt fest, dass sich in den letzten Jahren zwei Extreme herausgebildet haben, zum einen von überschlank bis magersüchtig und zum anderen die stark Übergewichtigen. Beiden Gruppen gemeinsam ist, dass sie in fast allen Fällen unglücklich über ihr Gewicht sind, sowohl die Dicken als auch die Dünnen permanent gegen vorhandene oder auch nicht vorhandene Kilos kämpfen.
So mancher Jugendliche und junge Erwachsene sieht die Lösung seiner Probleme in der Bulimie, können doch so die zu viel zu sich genommen Kalorien auf einfachem Weg wieder „entsorgt“ werden. Dass die Ess-Brech-Sucht eine ernst zu nehmende Krankheit ist, können und wollen die Betroffenen nicht wahrhaben. Die Angehörigen erkennen die Suchterkrankung selten in einem frühen Stadium, da sich die Nahrungsaufnahme sich in einem normalen Verhältnis bewegt, die Fressattacken mit dem anschließenden Erbrechen finden in der Regel heimlich statt.
Eine Bulimie Behandlung wird so durch die Betroffenen effektvoll unterbunden, sie fühlen sich auch nicht als behandlungsbedürftig. Wird die Krankheit erkannt und kommt es zu einer Bulimie Behandlung, muss der Patient bereit sein, sein Denken und sein Verhalten komplett zu ändern. Ohne den Willen, diesem Teufelskreis zu entkommen und nur auf Druck von außen, ist eine Therapie fast aussichtslos. Eine geänderte Sichtweise mit der Akzeptanz des eigenen Körpers und der Erkenntnis, dass Probleme nicht durch die Sucht gelöst werden, ist genauso elementar als auch das Neuerlernen von Essgewohnheiten.