Gerade wenn die Wintermonate nahen, wird das Thema Grippe Impfung jährlich wieder aktuell.
Da die meisten Interessenten gesetzlich krankenversichert sind und die Kosten der Impfung somit selber tragen müssen, ist dies nicht nur eine Frage des Sinns und Risikos. Aber auch dieses Thema sollte bedacht werden, bevor aus falschen Gründen und unüberlegt der Körper belastet wird.
Die Impfung soll nicht vorbeugend gegen die üblichen grippalen Infekte wirken, sondern wird zur Verhinderung der Influenza, der "echten Grippe", eingesetzt. Aufgrund der Tatsache, dass das Virus sich schnell verändern kann, muss die Impfung jährlich wiederholt werden, um den Schutz aufrecht zu erhalten. Zum Risiko-Personenkreis für das Influenza-Virus gehören Säuglinge, ältere Menschen sowie Personen, deren Immunsystem bereits geschwächt ist. Auch für Menschen, die aufgrund ihres Berufs häufig mit bereits erkrankten Personen in Berührung kommen, kann die Grippe Impfung sinnvoll sein. Auch schwangere Frauen, bei denen die Erkrankung Auswirkungen auf den Fötus haben könnte, sind eine Zielgruppe.
Der Impfstoff wirkt im Übrigen schnell - schon nach zwei Wochen sind geimpfte Personen geschützt. Bei den erwähnten Risikogruppen könnte eine Erkrankung mit Influenza lebensbedrohliche Auswirkungen haben. Obwohl der medizinische Fortschritt bei der Behandlung von Influenza beachtliche Erfolge erzielt und die Behandlung beim gesunden Menschen fast immer erfolgreich ist, wenn sie rechtzeitig eingeleitet wird, sind "geschwächte" Menschen in Gefahr.
Aber auch durch die Impfung selbst können Erkrankungen ausgelöst werden. Neben der Belastung des Körpers durch den Kontakt mit dem Impfstoff der Grippe Impfung treten bei 13 Prozent aller geimpften Personen unerwünschte Nebenwirkungen auf. Diese beschränken sich zwar meistens auf Rötungen der Haut, Fieber und Gliederschmerzen, aber auch Fälle von Guillain-Barré-Syndrom (GBS), eine Erkrankung des Nervensystems mit Lähmungserscheinungen, können auftreten. Genaue Studien, die exakte Informationen hierzu liefern würden und nicht nur gesunde Testpersonen einschließen, liegen nicht vor.
Demnach ist für jeden, der darüber nachdenkt, eine solche Impfung durchführen zu lassen, eine genaue Nutzen-Risiko-Abwägung ratsam. Im Zweifelsfall sollte man als gesunder Mensch lieber darauf verzichten, seinen Körper hierdurch zu belasten, als ein gesundheitliches Risiko einzugehen.