Von den einen verpönt, von anderen vergöttert: Designer- und Markenartikel. Dabei lässt sich die ewige Frage nach dem Sinn oder Unsinn solcher teuren Luxusartikel nicht so einfach beantworten.
Die Frage ist vermutlich so alt wie die älteste Marke der Welt. Soll man für eine etablierte und angesehene Designer Marke einen oft nicht unerheblichen Aufpreis bezahlen oder lieber auf günstigere No-Name Anbieter zurückgreifen, die jedoch qualitativ vielleicht nicht die Klasse besitzen wie diejenigen renommierter Hersteller?
Als konkretes Beispiel lassen sich Marken-Sonnenbrillen heranziehen. Hier bietet sich dem interessierten Käufer, der sich für den nächsten Urlaub eine schicke, hochwertige aber auch wirksame Sonnenbrille kaufen möchte, eine besonders breite Palette an Herstellern, Marken, Typen und Preissegmenten. Von einfachen No-Name-Brillen, deren UV-Filter häufig bestenfalls als mäßig wirksam bezeichnet werden können über solide Markenbrillen, die in allen Bereichen eine gute Qualität bieten, bis hin zu den edlen und auch sehr wirksamen Designer Sonnenbrillen, wird einem alles geboten. Dabei pauschal zu sagen, je teurer die Brille, desto besser ihre Qualität, wäre genau so falsch, wie sich vorschnell auf die günstigeren Modelle festzulegen. Es gibt kein richtig oder falsch, es sprechen sowohl plausible Gründe für die Markenartikel, als auch für die No-Name-Brillen, die nur aufgrund ihres günstigeren Preises und weniger bekannten Herstellers nicht automatisch auch ungeeignet sein müssen.
Der interessierte Käufer sollte sich gemäß den eigenen Ansprüchen gezielt beraten lassen und sich auch auf eigene Faust über geeignete Brillen informieren. Häufig beantwortet sich die Frage nach der passenden Brille bereits bevor man ein Brillengeschäft betritt, weil man sich möglicherweise bewusst wird, was für Ansprüche man überhaupt hegt. Wenn man beispielsweise auf modische Trends keinen Wert legt, so böte es sich an, etwas mehr Geld für eine elegante und robustere Brille zu investieren, die mehrere Jahre übersteht. Wer jedoch Brillen als Schmuckstück betrachtet und sich darum jeden Sommer eine neue zulegen möchte, der muss sich um eine gute Stabilität weniger kümmern. Hauptsache die Brille entspricht dem eigenen Geschmack und schützt die Augen gemäß der geltenden Bestimmungen.
Man sieht also, Sonnenbrillen von namhaften Herstellern lassen sich weder schlecht reden noch sollte man sie übermäßig mit Lorbeeren überschütten. Es ist eine Frage der persönlichen Ansprüche und Zweckdienlichkeiten. Was dem einen passt, muss nicht zwangsläufig auch dem anderen gefallen. Eine alte Weisheit, die sich auch auf den Kauf von Sonnenbrillen anwenden lässt. Neben einer guten und vertrauenswürdigen Beratung, am besten bei einem Optiker des eigenen Vertrauens, sollte auch Wert auf eigene Erkundigungen gelegt werden. Je besser man selber weiß, was man sucht oder zumindest nach welchen Kriterien man entscheidet, desto besser und schneller lässt sich die passende Sonnenbrille ausfindig machen. Damit dem nächsten Sommer oder der bevorstehenden Urlaubsreise in puncto Sonnenschutz und Ästhetik auch wirklich nichts mehr im Wege steht.